Segelmacherei Tuchwerkstatt
Sebastian Hentschel
Salinenstraße 24
17489 Greifswald

Tel.: 0 38 34 - 77 65 64
Fax: 0 38 34 - 8 55 22 59
Mobil: 01 76 - 22 03 45 54

E-Mail: ahoi@tuchwerkstatt.de

Öffnungszeiten:

Mo - Fr   08:00 - 17:00 Uhr
Samstag 08:30 - 13:00 Uhr

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Das sagen unsere Kunden

Guten Tag Herr Hentschel,

Vielen Dank für Ihre wunderbare Arbeit! Mein Mann hat am vergangenen Mittwoch Abend die neue Kuchenbude genossen! Es ist wohltuend, dass diese hinten etwas höher ist und die Verankerung in den Winschen ist genial. So haben wir kein zusätzliches Stolperpotential und die Panorama-Fenster werden wir garantiert geniessen! Also ein grosses Kompliment und Dankeschön für Ihre super Arbeit!

Annegret
Peregrine

Peregrine

Die Ostseedschunke

PEREGRINE (engl. Wanderfalke) entstand als Einzelneubau über einen Zeitraum von 3 ½ Jahren in den Hallen der Museumswerft in Greifswald. Sie wurde als einmastige Dschunke mit einer Segelfläche von 80m² getakelt.

PEREGRINE ist 37 Fuß / 11,30m lang. Die größte Breite an Deck beträgt 3,50m und der Tiefgang liegt bei ca. 1,85m. Die Rumpfform stammt aus Schottland und wurde zw. 1850-1905 unter der Bezeichnung Loch Fyne Skiff rund um den gleichnamigen Fjord an der schottischen Westküste auf Höhe Glasgow in großer Stückzahl gebaut.

Die Pläne für den Bau von PEREGRINE stammen aus einer älteren Ausgabe des inzwischen eingestellten englischen Bootsmagazins THE BOATMAN und wurden von Mike Smylie, dem Eigner eines erhaltenen Skiffs dieser Größe veröffentlicht.

Die Boote waren ursprünglich als offene Fischerboote mit Lugger-Segeln unterwegs und ob ihrer Schnelligkeit berühmt. So diktierten sie als erste Schiffe im Hafen oft die Preise auf den Heringsmärkten.

Das Rigg von PEREGRINE wurde vom Norweger Victor Winterthun gezeichnet. Der Mast ist aus massiver Douglasie gefertigt, 14m über alles und wiegt 300kg.

Das Schiff kommt durch das vorbalancierte Großsegel ohne Vorsegel aus – 80m² verteilt auf 8 profilierte Panele zwischen starren Segellatten aus großzügig dimensioniertem Aluminiumrohr.

Die Rah hat schon mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen. Die erste Aluminiumkonstruktion hatte bei einer Skagerrak-Überquerung den Geist aufgegeben, die anschließend gebaute zweite Variante aus hohl verleimter Kiefer + Glasfasergelege erweist sich nun als recht schwer – aber haltbar. Eine trad. elektrische Greenwich-Winch erleichtert nun das Aufholen.

2005 ging unsere erste grosse Reise hinauf nach Norwegen auf Besuch zum Riggkonstrukteur Victor in Stord, südlich von Bergen. Eine spannende zehnwöchige Reise mit vielen Begegnungen und Erlebnissen - eine kaputte Kurbelwelle und traumhaftes Schärensegeln inbegriffen.

2006 verschlug uns der Wind in den schwedischen Kalmarsund und auf der Rückreise konnten wir in Rostock auf der Hanse-Sail den Sieg in der Klasse der einmastigen Traditionsschiffe verbuchen! Danke an Steuerfrau Nora.

2007 war ein eher ruhiges Jahr für PEREGRINE. Wir waren vollauf mit unserer Segelmacherei beschäftigt und so blieb nur wenig Zeit für ausgedehnte Reisen. Aber spannende Törns zur Gaffelrigg, zur vernebelten Hansesail und zum Oldtimertreffen nach Stettin fanden dann doch den Weg ins Logbuch.

2008 - 2010 segelten wir unsere große Reise in den Norden. Wir sind mit PEREGRINE durch Kattegat und Skagerrak bis zu den Lofoten gefahren und haben auf der Rückreise am internationalen Dschunkentreffen in Stavanger teilgenommen. In den Wintermonaten hat PEREGRINE auf der Insel Hitra sicher an der Mooringtonne unseres Freundes und Fischers Vidar die dunkle Jahreszeit überdauert, während wir auf den Messen daheim in Hamburg und Düsseldorf unsere Segel anpriesen.

Der Wind war uns meist gnädig gewogen und so blieben die Kaps und stürmischen Ecken sicher im Kielwasser. Seezeichen und Wildschafe, auch die vielen Eilande blieben ungezählt auf dieser Reise.

Es bleibt der Eindruck eines kleinen Schiffes in gewaltiger Natur und die Gewissheit, dass PEREGRINE noch einmal diesen Weg nach Norden steuern wird.

2012 und 2013 haben wir unsere neue Werkstatt gebaut.

2014 wurden endlich wieder ein paar nordische Meilen geloggt.
Wir haben eine Skagerrak-Schleife gezogen und sind über Olso, Risör und Skagen weiter nach Flensburg gesegelt. Unterwegs galt es einige Regatten mitzusegeln und PEREGRINE hat sich dank neuem Anstrich, optimiertem neuem Ruder und neuem cremefarbenem Segel gut geschlagen. Gute tausend Meilen in 16 Seetagen liegen hinter Schiffchen und Crew.

2015, 2016, 2017 und farewell ?

Unser Schiffchen hat in dieser Zeit meist gelegen. Nur hin & wieder fanden wir die Zeit für einen Ostseetörn. Viele Dschunken-Enthusiasten besuchen uns und dann fetzt es natürlich, alles direkt an Bord erklären zu können. Trotzdem haben wir gemerkt, dass wir momentan nicht die Zeit haben, PEREGRINE ausgiebig zu segeln und der Unterhalt ist ja auch nicht ohne. Daher haben wir sie zu WoodenShipsBroker in´s Register gegeben und ... ein gutes halbes Jahr später stand Robert aus Kalifonien auf der Matte und hat sie gekauft! Den Winter 17/18 kümmern wir uns noch um Winterplatz und Frühjahrskranen - und dann steht die große Frage, wohin es unsere Dschunken-Dame zukünftig verschlagen wird ...

BB17 Blueberry

Da wir die Dschunkenfahne weiter hochhalten möchten, wird aktuell unsere BB17 Blueberry mit einem Dschunkenrigg ausgerüstet und uns als Erklär-Bär-Schiff und zum Probesegeln ab dieser Saison zur Verfügung stehen.

BJÖRNSUND

Ob wir wohl lange ohne richtiges Schiff bleiben würden ? Dies haben wohl die wenigsten geglaubt. Dass es jetzt doch so schnell ging, war einerseits überraschend, aber schöne Schiffe rufen ja nach einem und dieser Ruf musste gehört werden! Seit Februar ist BJÖRNSUND unser neues, altes Schiff - ein dänischer Haikutter von 1929 und ein Schwesterschiff von Arved Fuch´s berühmter Dagmar Aaen. BJÖRNSUND hat in den nächsten Jahren eine umfassende Restaurierung vor sich, welche hauptsächlich von Greta & Daniel Weiß in Peenemünde vorgenommen werden wird. Anschließend wird sie uns als schwimmende Werkstatt, Präsentationsfläche und als Botschafter unserer trad. Segelmacherei zur Verfügung stehen.